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14. Januar 2010

FDP besucht Eugen-Papst Schule in Germering

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Schulen in Germering“ besuchten die Germeringer Liberalen am vergangenen Donnerstag, den 14. Januar 2010, die Eugen-Papst Schule in Germering.

FDP besucht die Eugen-Papst-Schule
vo.li.:T.Müller, B.Breidenbach, P.Kleinert, E.Fischer, S.Papst, Dr.K.Rehbock, F.Reichel

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Dabei waren unter anderem der Orts- und Kreisvorsitzende Klaus Rehbock, Stadtrat Gert Breidenbach und der jugendpolitische Sprecher der Germeringer FDP Thomas Müller. Empfangen wurden sie von der gesamten Schulleitung, also von Sonderschulrektorin Frau Rita Malterer-Forster, Herrn Sonderschulkonrektor Fritz Reichel und Sonderschul- konrektorin Frau Eva Fischer.

Einleitend erläuterte Frau Malterer-Forster den Liberalen das äußerst erfolgreiche pädagogische Konzept der Eugen-Papst Schule. Die Eugen-Papst Schule ist ein sonderpädagogisches Förderzentrum (SFZ) für die Förderschwerpunkte Sprache und Lernen. In diesem SFZ arbeiten Sonderschullehrer verschiedener Fachrichtungen, Fachlehrer und Heilpädagoginnen interdisziplinär zusammen. In einer einjährigen schulvorbereitenden Einrichtung werden die Grundlagen für das schulische Lernen geschaffen. Der Eingangsbereich wird als sonderpädagogische Diagnose- und Förderklassen geführt. In den Jahrgangsstufen 1 bis 4 wird grundsätzlich nach dem Lehrplan der Grundschule unterrichtet; allerdings orientieren sich dabei die Anforderungen am individuellen Förderbedarf des einzelnen Schülers. Nach der 4. Jahrgangsstufe sind in der Regel zwei Drittel der Schüler – derzeit werden rund 220 Schüler unterrichtet – an ihre Regelschule zurückgekehrt. In Einzelfällen besuchen sie sogar weiterführende Schulen. Dieses hervorragende Ergebnis macht deutlich, dass sich die Eugen-Papst Schule zum Ziel gemacht hat, die betreffenden Schülerinnen und Schüler wieder in ihrer Regelschule zu integrieren. Es wurde deutlich, dass der Besuch der Eugen-Papst Schule für Schüler mit besonderen Förderbedürfnissen durchaus eine Alternative sein kann. Dabei steht das SFZ aber nicht in Konkurrenz zum Regelschulsystem sondern ergänzt es in vorbildlicher Weise.


Auf Nachfrage von Kreisrat Klaus Rehbock teilte die Schulleitung mit, dass ungefähr 33 % sämtlicher Schüler aus Germering kommen, 24 % aus Puchheim, 23 % aus Olching, 10 % aus Eichenau, 8 % aus Gröbenzell und 2 % aus Alling; die Germeringer Schule ist somit ein echtes Förderzentrum „Ost“ für den Landkreis. Der Kreisausschuss bzw. der Kreistag hatten auch erst vor kurzem für den Bau einer „Metallbauwerkstatt“ überplanmäßige Haushaltsmittel in Höhe von € 35.000,00 bewilligt, wobei die Ausstattung der Metallbauwerkstatt selbst aus Geld- und Sachspenden des Fördervereins finanziert wird. Im Rahmen ihres Rundgangs besuchten die Liberalen nicht nur die bisherige Werkstatt, sondern auch verschiedene Klassen und waren dabei vom Einsatz der Lehrerinnen und Lehrer, aber auch vom Lerneifer der Kinder begeistert. Begeistert waren die Liberalen aber auch von den zusätzlich durchgeführten Projekte der Eugen-Papst Schule, z. B. vom Projekt BE-IN, das für „Begabung und Interesse“ steht. Hier wird Bildung auf breiter Basis, aber auch aktive Gewaltprävention vermittelt; Ziel dieses Projekts ist es, bei den Schülern unterschiedlichste Begabungen zu fördern und Interesse im künstlerischen und sportlichen Bereich zu wecken. Derzeit können durch die Unterstützung der Freunde und Förderer der Eugen-Papst Schule und die des Fördervereins die Schüler aus einem vielfältigen Kursprogramm wählen. Rehbock kritisierte allerdings, dass das Bayerische Kultusministerium gerade solche Projekte, die bei der Integration der Schüler besonders erfolgreich sind, nicht ausreichend finanziell fördert. „Der Staat darf sich hier nicht aus seiner Verantwortung zurückziehen, sondern muss im Gegenteil im eigenen Interesse gerade auch solche Projekte angemessen fördern“. Auch wenn das Bayerische Kultusministerium von der CSU geführt wird, so will Rehbock doch die Generalsekretärin der Bayerischen Liberalen Miriam Gruß, die erst vor wenigen Tagen beim Drei-Königs-Treffen der Liberalen im Landkreis war, bitten, sich dafür einzusetzen, dass die „einzigartige und herausragende Arbeit“ der Eugen-Papst Schule gerade im Rahmen solcher Projekte in Zukunft auch vom Freistaat Bayern, der der Personalaufwandsträger in diesem Bereich ist, finanziell unterstützt wird. „Investitionen in die Bildung sind bekanntlich Investitionen in die Zukunft – dies gilt insbesondere für solch erfolgreiche Projekte wie sie die Eugen-Papst Schule auf den Weg gebracht hat“.

 


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