DASSLER: Rettungskräfte umfangreich stärken

Britta Dassler

Britta Dassler

In Bayern arbeiten sehr viele Menschen hauptberuflich und auch ehrenamtlich im Rettungsdienst oder Katastrophenschutz in den verschiedenen Hilfsorganisationen, bei Feuerwehren und im THW. Sie leisten Tag für Tag einen hervorragende Arbeit für uns alle. Für das Bayerische Rote Kreuz beispielsweise beläuft sich die Zahl auf 6200 Hauptamtliche und etwa 15.000 Ehrenamtliche in den Gemeinschaften (Bereitschaften, Wasserwacht, Bergwacht, Jugendrotkreuz und Wohlfahrts- und Sozialarbeit).

Ohne das Engagement dieser Frauen und Männer könnten wir uns nicht so sicher fühlen, wenn wir mit einer Notsituation konfrontiert werden. Tag für Tag werden circa 3000 Rettungseinsätze in Bayern durch das BRK geleistet, danke dafür!

Aber es gibt verschiedene Aspekte, die diesen Menschen Tag für Tag die Arbeit erschweren und Aspekte, die zur Unsicherheit der auf diesem Gebiet tätigen Frauen und Männer führen. Da ist die Politik gefordert, die dringend helfen muss, rechtliche Grauzonen umgehend zu schließen und sowohl die Arbeitsbedingungen als auch das Gehaltsgefüge der Leistung dieser Menschen im Rettungsdienst anzupassen. Das Ansehen der Menschen, die im Rettungsdienst Tag für Tag in den unterschiedlichsten Schichtdiensten ihre Arbeit ableisten, gehört gesellschaftlich aufgewertet und die Arbeitsleistung adäquater bezahlt. Wer sich für die Gesellschaft bei Notfällen einsetzt, muss von der Gesellschaft für seinen Einsatz geschätzt werden!

Ohne diese Damen und Herren, die uns ein Gefühl von Sicherheit geben, die qualitativ hochwertig ausgebildet und körperlich wie psychisch hohen Anforderungen ausgesetzt sind, wäre das gut aufgestellte System von Rettung im Notfall bei uns undenkbar. Das heißt: Öffentliche Anerkennung dieser Arbeitsleistung durch die Politik, nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten, einhergehend mit dem Ziel einer deutlich höheren Entlohnung. Dies kann durch viele unterschiedliche Maßnahmen geschehen, von der Einbindung der Struktur und Arbeit der Rettungsdienste in Arbeitsgruppen im Schulunterricht über ein Punktsystem für die Studienplatzvergabe oder für die Rentenversicherung bis hin zu Hilfen für Kinder von Rettungskräften.

Gesetze zum Schutz von Rettungskräften, die sich mit der Beseitigung von Störfaktoren (Verbale oder körperliche Gewalt gegenüber von Rettungskräften, Störung durch Gaffer während eines Einsatzes, Nichteinhalten der Rettungsgasse) befassen, müssen konsequent angewendet und möglicherweise verschärft werden.

Wer hilft, dem müssen wir auch helfen, unter guten Bedingungen seine Arbeit zu tun!


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