CO2-Grenzwerte: „Utopische Debatte, unrealistische Zielverschärfung“

Das EU-Parlament hat sich am Mittwoch auf eine Senkung der CO2-Grenzwerte um 40 Prozent bis 2030 im Vergleich zu 2020 geeinigt. Damit strebt das Parlament ehrgeizigere Ziele an als die EU-Kommission und die Bundesregierung, die den Ausstoß um 30 Prozent reduzieren wollen.

Nadja Hirsch

Nadja Hirsch

Die gestern vom Europäischen Parlament geforderten CO2-Ziele für PKW und leichte Nutzfahrzeuge kritisiert die bayerische Europaabgeordnete Nadja Hirsch, Vorsitzende der FDP im Europäischen Parlament: „Die Zielvorgaben sind unrealistisch und in dem vorgegebenen Zeitrahmen nicht erreichbar. Hier versucht man sich eine reine Weste zu geben, obwohl jeder weiß, dass die Ziele nicht eingehalten werden können. Einziger Weg, die beschlossenen Quoten zu erreichen, wäre die Verpflichtung der Bürgerinnen und Bürger ein Elektroauto zu kaufen.“

Nach dem heutigen Beschluss müssen Hersteller 20 Prozent Elektroautos bis 2025 bzw. 35 Prozent bis 2030 verkaufen. „Eine Quotenforderung ist für die FDP nicht akzeptabel. Das ist Planwirtschaft. Wir fördern den Wettbewerb, in dem sich kosteneffiziente Lösungen durchsetzen. Das schließt alternative Antriebe, aber auch alternative Kraftstoffe und andere technologische Lösungen mit ein. Eine Verkaufsvorgabe für Elektroautos per Gesetz lehne ich ab.“

Die angenommene Parlamentsposition wird nun mit dem Rat und der Kommission verhandelt. Dem Ergebnis müssen Parlament und Rat noch zustimmen.


Neueste Nachrichten

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Ihren Besuch stimmen Sie der Speicherung zu.