HAGEN: Beim Thema Kita haben unsere Kinder Besseres verdient

Die Bertelsmann-Stiftung stellt heute Ihre Studie „Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme“ vor, in welcher sie bundesweit die Qualität in den Kitas untersucht. Dazu der Spitzenkandidat der FDP Bayern Martin Hagen:

Martin Hagen

Martin Hagen

„Die Bertelsmann-Studie ist ein weiterer Beleg für das strukturelle Versagen der CSU-Regierung, wenn es um die frühkindliche Betreuung unserer Kinder geht. Der Besuch einer guten Kindertageseinrichtung ist elementar wichtig für die Entwicklung der kognitiven und sozialen Fähigkeiten unserer Kinder. Diese Chancen sollten niemandem vorenthalten werden. Es kann nicht sein, dass das Qualitätsgefälle bei Kinderkrippen in keinem anderen Bundesland so groß ist wie in Bayern. Auch beim Thema Qualität und Personalschlüssel hinkt Bayern seit Jahren den eigenen Ansprüchen hinterher. Aus unserer Sicht ist es unter anderem dringend notwendig, dass künftig die pädagogische Verantwortung für Kindertagesstätten beim Kultusministerium liegt. Wir müssen endlich anfangen, Kitas nicht nur als Betreuungs-, sondern als Bildungseinrichtung zu begreifen. Wir fordern deswegen, dass Kinder in der frühkindlichen Bildung nicht nur betreut, sondern schon von Beginn an individuell gefördert werden. In den frühen Lebensjahren werden die Grundlagen für den späteren Bildungserfolg gelegt – durch eine individuelle Förderung des Spracherwerbs und der Persönlichkeitsentwicklung. Damit dies auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren kann, brauchen wir das beste Erziehungspersonal, das wir durch eine Reform der Erzieherausbildung, durch mehr Anerkennung des Berufs sowie eine attraktive, marktgerechte Bezahlung für Bayern gewinnen werden. Uns ist es zudem wichtig, die bürokratischen Hürden zur Gründung einer Kita zu senken, damit es eine größere Zahl von Trägern geben kann.“

Für Bayern kommt die Bertelsmann-Studie zu dem Ergebnis, dass sich die Qualität in bayrischen Krippen, gemessen an der Entwicklung der Personalschlüssel, seit Jahren nur geringfügig verbessert. Zudem verfügten 2017 nur sechs Prozent der bayerischen Kitas (ohne Horte) über eine angemessene Leitungsausstattung, bundesweit waren es 16 Prozent. Auch im direkten Vergleich mit Baden-Württemberg schneidet Bayern schlecht ab. So betreuten Fachkräfte in Baden-Württemberg-2017 knapp 1,5 Kinder weniger als vor fünf Jahren, wohingegen es in Bayern nur 0,5 Kinder waren. Zuletzt herrscht innerhalb Bayerns – je nach Wohnort – das größte Qualitätsgefälle bei Krippen.


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