Hagen: Kein Kind darf Schule ohne Abschluss verlassen

Kein Kind darf die Schule ohne Abschluss verlassen – das forderte FDP-Spitzenkandidat am gestrigen Samstag im TV-Duell mit Franz Bergmüller (AfD) auf Sat.1 Bayern. Derzeit bleiben rund 5 Prozent aller Schüler im Freistaat ohne einen Schulabschluss. Durch den Zuzug von Kindern mit Sprachdefiziten droht der Anteil in den kommenden Jahren weiter zu steigen.

Martin Hagen

Martin Hagen

Für Hagen ist das eine inakzeptable Situation. Er warnte vor den sozialen Folgekosten, die auf die Gesellschaft zukommen: Der Arbeitsmarkt verlange ein immer höheres Kompetenzniveau und Menschen ohne Schulabschluss täten sich enorm schwer, einen Job zu finden. „Deswegen muss es der Anspruch der Politik sein, zu sagen: Wir fördern Schüler so, dass niemand die Schule ohne einen Abschluss verlässt“, sagte der FDP-Politiker. Den Weg von SPD und Grünen, die Bildungsstandards immer weiter abzusenken, lehnte Hagen strikt ab. Er forderte stattdessen, „durch individuelle Förderung dafür zu sorgen, dass jedes Kind einen Schulabschluss macht und damit eine Chance hat, etwas aus seinem Leben zu machen. Das ist mir wichtig und das kann sich ein Land wie Bayern auch leisten!“ Konkret forderte Hagen, mehr Lehrer einzustellen, die sich individuell um Schüler mit Förderbedarf kümmern können. Zudem sprach er sich für bessere frühkindliche Bildung und einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsschulplatz aus: „Gerade Kinder, denen Eltern ihnen nicht bei den Hausaufgaben helfen und sich keine Nachhilfe leisten können, profitieren von Ganztagsunterricht.“ Für Schüler, die sich nach dem Ende der Regelschulzeit als nicht ausbildungsfähig erweisen, will die bayerische FDP eine Nachqualifizierung forcieren.


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