Strukturelle Reformen für bessere Pflege

Die FDP Bayern macht sich neben einer besseren Bezahlung der Pflegekräfte auch für strukturelle Reformen zur Verbesserung der Pflege stark. Das haben die Spitzenkandidaten der Freien Demokraten für die am 14. Oktober 2018 stattfindenden Wahlen zu den sieben bayerischen Bezirkstagen am Montag vor der Presse in München deutlich gemacht.

Peter Münster

Peter Münster

„Wir brauchen dringend Verbesserungen für hunderttausende Pflegebedürftige in Bayern, die nicht nur in der finanziellen Ausstattung liegen“, sagte der oberbayerische Spitzenkandidat Peter Münster. Auch die pflegenden Angehörigen sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Pflegeberufen warteten auf wirksame Reformen in Bayern. So fordert die FDP eine bessere Verzahnung von professionellen stationären und ambulanten Angeboten mit familiären und ehrenamtlichen Helfern.

„Vor allem die ambulante Versorgung gehört gestärkt“, forderte Peter Münster. Die überbordende Bürokratie kritisierte die oberbayerische FDP-Bezirksrätin Dr. Gabriela Berg. Michael Deller aus Niederbayern strich die Chancen von Digitalisierung und technischem Fortschritt heraus, um Pflegekräfte von Bürokratie zu entlasten und vor physischer Überlastung zu schützen. „Die Bewertung der Pflegequalität muss sich am Pflegeergebnis orientieren, nicht an der Korrektheit der Bürokratie“, kritisierte Markus Lüling aus Mittelfranken die bestehende Aufsichtspraxis: „Wir brauchen einen fairen Wettbewerb zwischen öffentlichen, kirchlichen, gemeinnützigen und privaten Leistungsanbietern, der Angebotsvielfalt sichert und Pflegebedürftigen und Angehörigen flexible Wahlmöglichkeiten eröffnet.“

Die Inklusion und mit ihr die Barrierefreiheit von öffentlichen Einrichtungen seien eine große Herausforderung, machte Alois Jäger am Beispiel des ländlich geprägten Schwaben deutlich, wo die Wege zu spezialisierten Fachärzten und Einrichtungen weit sind: „Die Inklusion muss nicht nur als Thema der Bezirke, sondern als gesamtstaatliche Aufgabe begriffen werden.“ Auf die Sicherung der Notfall-, Krisen- und Palliativversorgung im ländlichen Raum wies Florian Kuhl aus Unterfranken hin: „Nur Verbesserungen in der ärztlichen Versorgung auf dem Land sichern die Verfassungsvorgabe gleichwertiger Lebensbedingungen in Stadt und Land.“

Spitzenkandidatinnen und -kandidaten der Freien Demokraten in den sieben bayerischen Bezirken sind Peter Münster (Oberbayern), Michael Deller (Niederbayern), Alois Jäger (Schwaben), Stefan Potschaski (Oberpfalz), Adelheid Zimmermann (Unterfranken), Thomas Nagel (Oberfranken) und Markus Lüling (Mittelfranken).


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