Die FDP Kreisverbände Dachau und Fürstenfeldbruck wählen Kreisrat Ulrich Bode (links) zum Direktkandidaten für die Bundestagswahl 2021. Der Dachauer Orthopäde Dr. Frank Sommerfeld (rechts) ergänzt das Team als Listenkandidat.

Deutschland braucht grundlegende Reformen

Anstelle des komplizierten Steuersystems fordert Ulrich Bode ein einfaches und faires Steuergesetz, wie es die FDP vorgelegt hat.

Aber auch im Sozialbereich gibt es mit einer großen Zahl unterschiedlichster Leistungen erheblichen Vereinfachungsbedarf. Bode: „Die zerklüftete Landschaft sozialpolitischer Maßnahmen muss in einem Grundeinkommen zusammengeführt werden. Eine Vielzahl von Prüfungen und Bedingungen wird durch die anteilige Verrechnung mit dem Einkommen ersetzt. Damit ist die Bedürftigkeitsprüfung integrierter Bestandteil des Konzepts. In dieser Form ist das bedingungslose Grundeinkommen realisierbar.“ Eine Kopfpauschale lehnt Bode dagegen ab. Diese sei weit entfernt von der Finanzierbarkeit und würden auch die erhalten, die staatliche Unterstützung nicht benötigen.

Der CO2-Emissionshandel ist nach Ansicht von Bode einer Klimasteuer überlegen. Bode: „Es geht darum die Menge zu reduzieren und da ist eine Mengensteuerung sinnvoller.“  Das sinkende CO2-Limit lässt den Preis für Emissionen steigen und macht beispielsweise Kohlekraftwerke unrentabel. Der Emissionshandel als zentralem Steuerungsinstrument im Klimaschutz nutzt die Innovationskraft der Märkte ergebnisoffen. Die Marktmechanismus ist laut Bode schneller und wirksamer als eine Unzahl staatlicher Klimaschutzzielen und -instrumenten. Der Emissionshandel muss deshalb auf alle Bereiche möglichst weltweit ausgedehnt werden.

Als IT-Berater und Referent für Digitalisierung im Kreistag Fürstenfeldbruck sowie Gemeinderat Eichenau will sich Ulrich Bode u.a. für eine schnellere Modernisierung und Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung einsetzen. Bode: „Wir brauchen eine kommunale Cloud. Der Zustand, dass jede Gemeinde ihre IT in Eigenregie bastelt, ist eine massive Geldverschwendung mit schlechter Qualität.“

Ulrich Bode (58) ist im Landkreis FFB aufgewachsen, wohnt in Eichenau, wo er auch seit 2016 im Gemeinderat sitzt. Der ehemalige Generalsekretär der FDP in Bayern und selbstständige IT-Berater ist bereits seit 2002 Kreisrat und wird für seine Expertise rund um die Digitalisierung als IT-Referent im Kreis und in Eichenau sehr geschätzt. Bode ist verheiratet und hat bereits mehrere Bücher zum Thema „Digitalisierung“ geschrieben.

Zum Listenkandidaten wählten die Delegierten der Wahlkreisversammlung am vergangenen Samstag, dem Tag der Deutschen Einheit, Dr. Frank Sommerfeld. Der Dachauer Orthopäde hatte bereits 2018 für die FDP für den Bayerischen Landtag kandidiert. „Lieber Uli, ich gratuliere Dir ganz herzlich und freue mich auf den gemeinsamen Wahlkampf“, hob Sommerfeld den Schulterschluss zwischen Dachau und Fürstenfeldbruck hervor.

Der gebürtige Hildesheimer und Vater von drei Kindern engagiert sich für eine offene Gesellschaft und ein starkes Miteinander von Jung und Alt. Er betreut als Arzt die Volleyballer des ASV Dachau und war früher Mannschaftsarzt beim TSV 1860. Sommerfeld selbst spielt Hockey und macht Kampfsport.

Martin Koch, der Vorsitzende des federführenden Kreisverbandes freute sich über die vielen Gäste der Veranstaltung. „Fürstenfeldbruck ist der Nabel der liberalen Welt!“, stellte er fest, nachdem er gemeinsam mit seinem Parteifreund und Kreisvorsitzenden aus Dachau, Prof. Christian Stangl, insgesamt drei Bundestagskandidaten, einen Bezirksrat, die stellvertretende Landrätin aus Starnberg Britta Hundesrügge sowie zwei weitere Kreisvorsitzende in Eichenau begrüßen konnte.

Die FDP Bayern stellt voraussichtlich am 21. November 2020 in Landshut ihre Landesliste für die Bundestagswahl auf. „Wir erheben schon den Anspruch, mit Ulrich Bode unter den TOP TEN zu laden!“, fasst Martin Koch die Ambitionen der örtlichen Liberalen zusammen.

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