Grundeinkommen und Motivation

Die heutige Grundsicherung muss durch ein Grundeinkommen abgelöst werden, das Prinzip der Sanktionen durch eines der Motivation ersetzt werden.“, fordert Ulrich Bode“, Direktkandidat der FDP. Bode, der auch ein Buch über das Grundeinkommen geschrieben hat, diskutierte in einer virtuellen Veranstaltung mit Motivationsexpertin und Unternehmensberaterin Eva-Maria Schmidt, die ebenfalls für die FDP kandidiert.

Schmidt empfahl sich die Entwicklung bei den Unternehmen zum Vorbild zu nehmen: „Unternehmen machen sich auf den Weg und ändern ihre Form von Führung und Zusammenarbeit. Ganz einfach deswegen, weil sie eine Innovations- und Veränderungskultur etablieren müssen, um dauerhaft wettbewerbsfähig zu bleiben. Innovation ist das neue Paradigma. Eine entscheidende Rolle für diese Kultur spielt dabei die Transformationale Führung.“

Der Erfolg dieses Führungsstils wurde laut Schmidt seit 1995 in rund 40 Validierungsstudien nachgewiesen. Der messbare Erfolg laut Studien reicht von Umsatzwachstum, Profitabilität, Leistungsvermögen von Teams und Veränderungsfähigkeit bis hin zu Mitarbeiterzufriedenheit und einer höheren Innovationsrate.

Dazu Bode: „Gerade für Menschen in schwierigen Lagen brauchen wir motivierende Rahmenbedingungen, ein anderes Mindset. Das beginnt damit, dass bei einem Hinzuverdienst nicht 80%-90% abgezogen werden, sondern sich Leistung auch lohnen muss. Aber vor allem muss ein positives Umfeld geschaffen werden, das die Eigenkräfte stärkt.“

Der Transaktionale Führungsstil setzt laut Schmidt auf ‚Butterbrot und Peitsche‘ dem Führen über Ziele mit Belohnung und Bestrafung. Es wird unterstellt, dass Menschen extrinsisch, also von außen, motiviert werden müssen.

Ganz anders arbeite der Transformationale Führungsstil, hier stehen persönliches Wachstum sowie die Sinnvermittlung im Vordergrund. Das zugrunde liegende Menschenbild geht davon aus, dass Menschen eine innere, intrinsische Motivation haben.

Zum Abschluss blickte Moderator Ralph Fürther über das Thema Grundeinkommen hinaus: „Beim Impfen sind wir voll in der Diskussion, ob wir die Impfquote durch motivierende oder sanktionierende Maßnahmen steigern können.“ Die Veranstaltung habe auch dafür die Richtung aufgezeigt.

Ulrich Bode ist FDP-Direktkandidat für den Bundestag im Wahlkreis 215 Fürstenfeldbruck/Dachau. Der studierte Informatiker und langjährige IT-Berater ist Experte für Digitalisierung und kandidiert auf Platz 16 der Landesliste der FDP. Er sitzt im Fürstenfeldbrucker Kreistag sowie im Gemeinderat seiner Heimatkommune Eichenau. In beiden Gremien amtiert Bode als Referent für Digitalisierung und Informationstechnologie. Mit seinem kürzlich erschienen Buch „Sozial 4.0 statt Hartz IV“ zeigt Bode den Weg zu einem Grundeinkommen auf.

Eva-Maria Schmidt bringt 30 Jahre Berufserfahrung in den Bereichen Personalentwicklung, Kunden-Service, Qualitäts- und Organisationsentwicklung sowie Projekt Management mit. Sie verantwortete bislang mehr als 1.000 Trainings und Workshops, um in Unternehmen die Führungsqualität, Zusammenarbeit und Teamentwicklung positiv zu beeinflussen sowie individuelle Soft Skills zu steigern. Schmidt: „Die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft von Einzelpersonen und Teams erfordert die richtigen Rahmenbedingungen um sie erfolgreich zu entwickeln.“ Sie ist ebenfalls FDP-Kandidatin für den Bundestag im Wahlkreis 214 Freising.

Ralph Fürther ist Kommunikationsspezialist und arbeitete bis Sommer 2019 insgesamt 20 Jahre für den Pay-TV-Sender Sky Deutschland. Er war zuletzt Unternehmenssprecher und damit für alle kommunikativen Belange des Senders verantwortlich. Vor seiner Tätigkeit für Sky war er für SAT.1, EUROSPORT, die Deutsche Eishockey Liga tätig. Seit Herbst 2020 arbeitet Ralph Fürther als Kommunikationsberater für die Agentur Three Winters in München und betreut hier unter anderem die Kunden Mainstream Media AG, dfv Mediengruppe, Bayerisches Rotes Kreuz, Schleich, Arvato (Bertelsmann) und Global Office.

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