Die FDP im Landkreis Fürstenfeldbruck fordert ein Corona-Konzept für alle Schulen bis zum Schuljahresende. „Wir müssen endlich aufhören, uns von Woche zu Woche vorzudenken, wir brauchen einen Ausblick bis zu den Sommerferien, das bedeutet Planbarkeit für Eltern, Schüler und Lehrer und erhöht die Akzeptanz“, fasst der Vorsitzende der Liberalen im Kreis, Martin Koch, zusammen.

„Ferien dienen der Erholung und sind nicht Spielmasse einer flexiblen Schuljahresgestaltung!“, stellt die bildungspolitische Sprecherin der Landkreis-FDP, Carolin Steiner, klar. Daher fordert die Kreis-FDP die Faschings-, Ostern- und Pfingstferien nicht anzutasten.

Außerdem sollen nach dem Willen der Liberalen alle Abschluss-Prüfungen, wenn auch möglichst spät im Schuljahr, stattfinden. Die erforderlichen Räumlichkeiten für eine infektionsschutzgerechte Durchführung finden sich an jeder Schule in Turnhalle oder Aula. „Wir müssen in diesem besonderen Jahr alle Schülerinnen und Schüler – unabhängig von den Vornoten – zur Prüfung zulassen.“, betont Carolin Steiner. Abstriche in der Ausbildung und fehlende Inhalte aufgrund ausgefallener Unterrichtsstunden müssen bei den Prüfungsthemen berücksichtigt werden und können akzeptiert werden. „Unsere Kinder haben in diesem besonderen Coronajahr erheblich mehr Erfahrungen gesammelt, Neues erfahren und gelernt, wie kein Jahrgang vor Ihnen.“, begründet dies der liberale Bundestagskandidat und Kreisrat Ulrich Bode.

Die Entscheidung zum Übertritt nach den 4. Klasse möchte die FDP in Fürstenfeldbruck in diesem Jahr ganz in die Hände der Eltern legen. „Wir sind uns sicher, dass dabei in enger Abstimmung mit der jeweiligen Lehrkraft, verantwortungsbewusst im Sinne der Kinder entschieden wird.“, führt Koch weiter aus. Verbunden wird dies mit einem deutlichen Appell, die vorhandene Durchlässigkeit der weiterführenden Schulausbildung in der Praxis vollumfänglich umzusetzen und möglichst nochmals zu erhöhen, um heutige Fehlentscheidungen verlustfrei ausgleichen zu können. Probeunterricht an Realschulen und Gymnasien kann dieses Schuljahr entfallen, sicherlich eine organisatorische Erleichterung für das ohnehin angespannte Schulsystem.

Die Unterrichtsgestaltung muss dringend so bald wie möglich wieder in den Präsenzunterricht überführt werden, bis dahin ist im Klassenverband gemeinsam digitaler Unterricht und Home-Schooling umzusetzen. „Konzepte, wie Hybrid- oder Wechselunterricht haben trotz persönlichem Engagement vieler Lehrkräfte nur unzureichend funktioniert. Es fehlen sowohl die Konzepte, wie auch die nötige Ausstattung der Schulen und die breite Erfahrung sowie Kenntnisse bei den Lehrkräften.“, fasst Ulrich Bode die Meldungen der letzten Wochen zusammen.

Bei der Rückkehr in den Präsenzunterricht müssen mit Rücksicht auf ein vorsichtiges und bedachtes Hochfahren der Normalität zunächst die „kritischen Klassen“, d.h. 1. Und 5. Klassen sowie Übertritts- und Abschlussklassen berücksichtigt werden. „Die Kinder in den neuen Klassen hatten in den wenigen Wochen bis zu den Schulschließungen gar nicht die Möglichkeit, sich kennenzulernen und sich an die neue Schulumgebung zu gewöhnen.“, untermauert Steiner, selbst Mutter von zwei Kindern, diese Einschätzung.

Zur Absicherung des Präsenzunterrichts möchte die FDP im Landkreis auch an den Schulen ein konsequentes Testregime. „Wenn wir jeden Tag die Hälfte des Lehrkörpers und 20% der Schülerinnen und Schüler mittels Schnelltest überprüfen, haben wir stets eine sehr aktuelle Übersicht über das Infektionsgeschehen an unseren Schulen und können schnell reagieren.“, beschreibt Ulrich Bode das geforderte Vorgehen. Dafür fordern die Liberalen in jeder Kommune ausreichend mobile Testteams, zugegeben viel Aufwand aber Testen ist immer noch erheblich billiger, als der weitere Lockdown. „In Asien können Sie noch nicht einmal über die Ampel gehen, ohne dass Ihnen vorher das Fieber gemessen wird“, überspitzt Carolin Steiner ein wenig, weshalb sie dies auch an jedem Morgen vor Betreten der Schulgebäude fordert.

Abschließend untermauert der Kreisvorsitzende und Stadtrat nochmals die bereits im Puchheimer Stadtrat gestellte Forderung nach flächendeckender Anschaffung von Luftreinigern. „Wenn selbst der Freistaat mittlerweile diese Geräte in sämtlichen Klassenzimmern fördert, kann der Einsatz an durchweg sinnvoll erachtet werden“, beton Koch, der im Puchheimer Stadtrat an der breiten Mehrheit aller übrigen Fraktionen gescheitert war. Sicherzustellen ist natürlich, dass die beschafften Geräte schnell, innerhalb weniger Woche und noch in der Heizperiode verfügbar sind.

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